

Ich sag ja immer „Beim Campen schämt man sich für nichts.“ Man hört unweigerlich seinen Nachbarn zu, nimmt Körpergeräusche wahr, Leben auf engem Raum lässt Grenzen verschwimmen. Und wenn wir ehrlich sind, dann ist es ja auch nichts, was einem ab einer gewissen Lebenserfahrung neu ist.
Am Abwaschbecken treffe ich mit meinem Geschirr bereits zum zweiten Mal einen Mann, mit dem der Smalltalk diesen Moment länger dauert als gewöhnlich.
Heute ist es bewölkt und windig. Ich will nach Ahlbeck mit dem Zug und zurück nach Bansin laufen. Da ich keine Eile habe, ist Körperpflege angesagt. Ich sitze im Schlüppi bei offener Bullitür und pediküre meine Füße, da steht der plötzlich vor mir und grinst. Ich sage euch… Revision meiner Regel: Doch, es gibt peinliche Momente auf dem Campingplatz. Ich denke „Darina… So wird das auch nichts“ und springe aus dem Bus, um ihm einen schönen Tag zu wünschen. Jetzt ist es auch egal.





Fazit der Kaiserbäder: Sehr viele schöne Häuser. Insgesamt nice, aber kein Muss. Wahnsinnig viele Menschen und der beste Buchladen ist der in Bansin.
