Fertsch (Torgau, Querfurt, Kelbra)

Ich dachte, nach Fischbrötchen und Bier kommen Weinberge. Als ich letztes Jahr auf Iron-Lake-Challenge-Tour war, fand ich die Weingegend Saale-Unstrut sehr schön. Da soll es nun hingehen. Denkste. Kein Campingplatz weit und breit, alles ausgebucht oder abgeranzt. Dann halt nicht. So fahre ich erstmal nach Querfurt.

Also die Burganlage ist schon beeindruckend. Das Rathaus ist auch schön.

Aber das war es dann auch. Der überwiegende Rest sieht so aus:

Nicht ein einziges Geschäft ist offen, es ist Samstag 13:30 Uhr. Das einzige, was sich hier dreht, ist der Dönerspieß. Und das ab nächster Woche vermutlich auch nur noch bedingt.

Dann treffe ich mit dem Campingplatz an der Talsperre in Kelbra die nächste falsche Entscheidung. Ich dachte, ich reduziere mal meinen Suchaufwand und versuche es mit der These „Für eine Nacht geht das schon.“ Das Ergebnis sieht dann so aus:

Das Grauen hat einen Namen. Es herrscht nach wie vor Windstärke 4-5, man kann einfach nicht draußen sitzen. Wenigstens die Kiter freuen sich.

Mir reichts. Dieser Wind seit Tag eins und damit seit über zwei Wochen. So beschissenes Wetter ist nicht mehr auszuhalten, heute Nacht wird es einstellig. Ich hab mehr im Bulli gehockt als in den letzten 4 Jahren zusammen. Ich bin fertsch.

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