Ich muss mal runter von diesem Platz mit -keine Ahnung- 1000 Stellplätzen. Mein Nachbar steht 3 Meter von mir entfernt, das ist mir zu eng. Ziel meiner Ruhesuche ist „Nandalee“, ein Campingplatz am Schmollensee. Irgendwas zwischen Klangschale, Bali und Aussteigercamp im Niemandsland.




Als ich den Platz betrete, ruft mir jemand im Waldschratton zu „Rezeption erst ab elf.“ Normalerweise wäre das der Punkt, an dem ich mich umdrehe und fahre. Heute ist aber der letzte Sonnentag und die Plätze im Inselinneren sind sehr rar.
Es ist weniger die Frage, warum man einen Campingplatz betreibt, wenn man keine Lust auf Menschen hat, sondern vielmehr eine Frage, die mich seit längerem beschäftigt: An welcher Stelle haben wir aufgehört, „Guten Morgen“ zu sagen?
Mich nervt das kolossal. Ob im Sanitär, beim Abwaschen oder im Büro. Wir, also Menschen wie ich, 50 und älter, sind so erzogen worden. Wir betrachten es als Geste der Freundlichkeit und als Signal der Kenntnisnahme. Alle reden über Einsamkeit als neues Gesellschaftsphänomen. Wenn man die ganz einfachen Grundregeln des Miteinanders beherrscht, ist man schon einen großen Schritt weiter. In diesem Sinne: Guten Morgen.
Wanderung zum Mümmelkensee. (Unnützes Wissen: „Mümmelken“ ist plattdeutsch und bedeutet gelbe Teichrose) Die erste Hälfte verläuft durch wunderschönen Wald und die zweite zurück an der Steilküste nach Bansin:







Mal abgesehen von den Rüden Umgangsformen – wie ist der Campingplatz sonst? Wir finden solche Naturplätze meistens besser als die großen Massenplätze, aber oft halt ein wenig schmuddelig …
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Genau so ist es. Ruhig, aber schmuddelig. Für 2 Nächte ok, länger nicht.
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