Es hat ganz harmlos angefangen

Mit zunehmender Unzufriedenheit auf der Arbeit habe ich mir so Fragen gestellt wie „Was würde ich denn machen, wenn ich kündige?“ Ich sage euch, mit dieser Frage kann man schon ein paar Stunden und Tage verbringen. Versucht es doch selbst mal 😉

Keine Überraschung ist sicherlich, dass meine erste Antwort „England“ war. Endlich wieder mal ein Stück vom South West Coast Path laufen. Endlich wieder da hin, wo man sich so frei fühlt wie nirgendwo sonst auf der Welt. Und dann hab ich mich gefragt „Wieso denn ein Stück?“ gefolgt von „Warum nicht alles?“ Think big.

Es war eigentlich nur Spinnerei, aber dann kam eins zum anderen. Mehrfache Grenzüberschreitungen außerhalb meiner Toleranz waren dann zu viel für meinen Geschmack, denn ich bin in der komfortablen Situation, nichts zu müssen. Aufs Konto geguckt, Zettel geschrieben, abgegeben.

Und nun hat die Geschichte vom roten Gabelstapler und seinen Ersatzteilen ein Ende, seit heute ist es amtlich: Ich bin ab März zurück in der Freiheit! Eigentlich sollte ich jubeln, aber es geht am Ende nicht um die Arschgeigen, sondern um die, für die ich mich so schwer getan habe. Mir war es nie egal und das wird es auch niemals sein. „Egal“ ist das schlimmste von allem.

Ihr habt dafür allemal mehr Grund euch zu freuen, denn hier warten sie wieder auf euch… Abenteuer und Geschichten von unterwegs. Nicht nur im Urlaubsmodus, sondern im Dauerfeuer. Ich mache mich auf den Weg und bleibe, so lange das Geld reicht. Oder ich keine Lust mehr habe.

Da liegt er nun vor mir: Mein erster Thruhike. Längster und härtester Marsch meines Lebens: 1000 Kilometer und über 35.000 Höhenmeter warten auf mich. Zusammen mit Regen und Sonne, Wind und Meer, Porridge und Bacon, Guinness und Vinegar, ohne Mischbatterie und elektrischer Zahnbürste, dafür mit Zelt, nur zwei Schlüpfern und einer Hose. Wahrscheinlich auch mit Blasen und Muskelkater sowie der Frage „What the fuck am I doing here?“

Aber bis dahin haben wir noch etwas Zeit… Nach England geht es erst im Juni. Mit einem One-Way-Ticket. Ich fange schon mal an, mit dem Hintern zu wackeln. „One way ticket, one way ticket…“ Boney M flog damit zur Traurigkeit, ich nach Südengland. Jeder, wie er mag.

Ein Kommentar

  1. Na also! Läuft doch alles nach Plan!
    Ich freu mich, dass du die Chose durchziehst.
    Bei und läuft es nicht ganz so rund – die Grenzüberschreitungen haben gefehlt!
    Aber wir freuen uns immens auf tolle Berichte!

    Gefällt mir

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