Ich mache heute piano, was anderes geht auch gar nicht, es sind 30 Grad angesagt. Meine Frage „gehen oder bleiben?“ habe ich mit „bleiben“ beantwortet. Dabei habe ich sogar eine Flucht an die Ostsee in Betracht gezogen. Auf der abgewandten Seite meines Bullis hör ich meine Nachbarn nicht. Problem ist nur: da scheint die Sonne.
Ich fahre nach dem Frühstück nach Quedlinburg, was sowieso auf meiner Liste stand. Lieber Stadt als Wandern. Und eins muss man der Stadt ja lassen: Ja, sie lohnt sich auf jeden Fall!








Nach dem Mittag wird es dann aber wirklich unerträglich und ich bewege mich nur noch im Schneckentempo fort. Ich google Freibäder, das einzig Gescheite, was man bei diesen Temperaturen machen sollte. Das in Thale ist geschlossen, das nächste ist in Westerhausen. Juhu. Als ich dort ankomme, finde ich nicht mehr als ein geschlossenes Tor:

Ich geb nicht auf, nächster Versuch: Blankenburg. „Naturbad“ klingt toll, hatte ich noch nie. Ein Blick um die Ecke lässt mich erst wieder umdrehen. Proppenvoll. Und dann drehe ich nach 20 Metern erneut um. Fernseher am Campingplatz? Nein, dann lieber ein volles Freibad.

Und überraschenderweise kann ich nahezu störungsfrei schwimmen. Ich bin begeistert! So ein Naturbad ist toll!!! Das Wasser ist mega. Ich muss unbedingt gucken, wo eins bei uns in der Nähe ist. Was natürlich niemals fehlen darf, sind anschließend die obligatorischen Schwimmbadpommes. Meine ersten dieses Jahr.

Eins meiner vielen Grundgesetze. Als ich zum Campingplatz zurückkomme, läuft natürlich wieder der Fernseher, aber ich hatte einen schönen Tag trotz der Hitze. Ab morgen sind wieder 20 Grad. Ich schiebe meinen Stuhl in die Gluthitze und öffne ein kühles Bier. Ganz langsam. Adagio.
