Einen Monat später – Ein erstes Fazit

Heute ist Tag der Arbeit und ich als Unbeteiligte habe Zeit, ein erstes Fazit zu schreiben. Für die nächtsten 24 Stunden ist Dauerregen angesagt. Ich sitze warm, trocken und gemütlich und lasse den ersten Monat meines Abenteuers Revue passieren.

Budget:

Die Budgetkontrolle ergab, dass mein Übernachtungsbudget deutlich überzogen ist, was den Temperaturen geschuldet ist. Dank Airbnb hält es sich einigermaßen im Rahmen und schließlich habe ich dadurch auch super nette Menschen kennengelernt.

Das Essen-Trinken-Budget passt exakt! Und einmal pro Woche ausgehen reicht auch.

Das „vergessene“ Budget für Parkgebühren, Eintrittsgelder und Sonstiges hält sich im Rahmen. Klar schluckt man, wenn das Boot am Königsee 20,- Euro kostet, aber ich überlege mir vorher immer gut, für welche Sehenswürdigkeit ich Eintritt zahle und welche mir „von außen“ reicht.

Dass mein Autobudget schon nach einem Monat zu über die Hälfte aufgebraucht sein würde, hatte ich natürlich nicht auf dem Zettel. Heißt aber nur, dass jetzt einfach nichts mehr kommt 😉

Wetter:

Von Sonnenbrand (Tatsächlich! Im Nacken auf der Wanderung zum Alatsee) bis Frostbeulen und über knallblauen Himmel bis Schnee war alles dabei. Der April war deutlich zu kalt, aber das Wetter gehört nun mal bekanntlich zu den Dingen, aus denen wir nur das Beste machen können.

Baden-Württemberg und Bayern:

Mein Zuhause könnte das hier nicht werden 😉 Aber Urlaub würd ich jeder Zeit wieder hier verbringen. Landschaftlich wirklich ein Traum und es gibt so viel zu unternehmen. Der nächste schöne Ort ist auch nie weit weg. Leider liegt er nur oft hinter den Serpentinen 🙂 Also wenn es im Allgäu eine Wahl zum schlechtesten Autofahrer des Jahres gibt, habe ich super Chancen auf den Sieg! 🙂

Kulinarisch ganz weit vorne, vor allem in Rindfleisch und Hausmannskost. Und die Bäcker erst! Ich bin ja eigentlich gar nicht so ein Kuchenfreund, aber hier hab ich mir wirklich jeden Tag ein Stück gekauft. Die Mentalität ist allerdings sehr weit entfernt von meiner eigenen und wirklich willkommen gefühlt habe ich mich jenseits der Airbnb-Familie nirgendwo. Man bleibt hier offensichtlich gern „unter sich“ und strahlt das auch ganz ungeniert aus.

Heimwehfaktor:

Noch im grünen Bereich 🙂 Ich hatte einen schlechten Tag, das ist erlaubt. Ich freue mich immer, von euch zu hören. Und besonders freue ich mich, dass ihr meinen Blog lest und anhand eurer Reaktionen weiß ich, dass die Idee dahinter, nämlich euch mitzunehmen, funktioniert. Die einen finden neue Urlaubsziele, andere schwelgen in Erinnerungen, weil sie selbst schon mal da waren. Und wieder andere gucken einfach nur, wo ich gerade stecke.

Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an euch denke, auch wenn ich das nicht einzeln erwähne. Ihr wisst ja, wie ich bin… Es sind meistens die kleinen Momente, die besonders sind. Mein Atlas, der sich mit „Dirty-Shaun“ den Beifahrersitz teilt, mit gefühlt 1000 eingeklebten Post-its, den es ohne Jens wahrscheinlich nicht gebe. Das Freitags-Classic-Bier fehlt mir samt meiner „Mittrinker“ und natürlich Fußball gucken.

Und sonst:

Ich fühle mich sehr wohl und habe jetzt einen guten Rhythmus gefunden, indem ich ca. 4 Nächte an einem Ort bleibe. Abweichungen wegen Großstadt oder Wetter sind natürlich jeder Zeit möglich. Ich versuche, mich bei der Kalorienzufuhr etwas zu disziplinieren, um nicht mit 20kg mehr zurückzukommen. Ansonsten habe ich meinen üblichen Lebensrhythmus von früh schlafen und früh aufstehen beibehalten. Manchmal bin ich „eindrucksmüde“, dh ich habe so viel erlebt, dass ich das erstmal sacken lassen muss, bevor es weiter geht. Ich brauchte ja schon immer mehr Ruhe als andere… Auch daran hat sich bisher nichts geändert 😉

Ich öffne meine Arme und drücke euch alle da draußen ganz fest! Und jetzt hol ich mir ein Stück Kuchen! 🙂

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