Der Bademeister ohne Himmel von Petra Pellini

Linda ist 15 Jahre alt und möchte eigentlich nicht mehr leben. Eigentlich, weil sie prinzipiell fertig ist mit dem Leben, aber da gibt es Hubert, den sie nicht alleine lassen kann. Hubert ist alt und dement. Er war mal Bademeister in der Stadt, in der sie leben. Sie verbindet zunächst nicht viel mehr als die Tatsache, dass sie im selben Haus wohnen. Durch ihre regelmäßigen Besuche ändert sich das.

Als weitere Protagonisten haben wir noch Ewa, die polnische Pflegekraft, Kevin, Lindas Freund, Lindas Mutter und Huberts Tochter. Wir verlassen Huberts Wohnung nur selten und beobachten das Siechtum eines Demenzkranken aus der Sicht einer 15jährigen.

Hat mir das gefallen? Ja und Nein. Es hat ganz viel Wärme und Liebe, wie Linda Hubert versucht zu verstehen und seinen Geist im Hier und Jetzt zu halten. Mit viel Fantasie überlegt sie sich immer wieder, was die schönen Momente in seinem Leben gewesen sein könnten und erlebt, dass ein einziges Lachen von ihm auch ihren Tag schön macht. Denn es begleitet sie die Gewissheit, dass es jedes Mal das letzte gewesen sein könnte. Leider hat es auch Längen und den einen oder anderen Ausflug zu Lebensgefährten von Lindas Mutter hätte es nicht gebraucht.

⭐️⭐️⭐️

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