Shuggie Bain von Douglas Stuart

Eine schöne Frau und drei Kinder in Schottland. Shuggie ist der kleinste. Und er findet sich komisch, irgendwas stimmt nicht mit ihm.

Es könnte eine schöne Geschichte werden, leider ist seine Mutter Agnes alkoholabhängig.

Das Buch beschreibt Shuggies Kindheit und das Leben in einem Alkoholikerhaushalt in aller Härte. Die Liebe zu seiner Mutter ist unfassbar tief und durch nichts zu brechen. Nicht durch fehlendes Essen, wechselnden Männerbesuch oder die Einsamkeit.

Ich hab zwei Mal überlegt, es abzubrechen, weil man die Verletzung und Demütigung des Jungen kaum ertragen kann. Auf emotionale, leise Weise. Nicht laut und klischeehaft. Aber ich musste es zu Ende lesen. 500 Seiten nackte Emotion, Hoffnung und Verzweiflung.

Ich finde, es ist ein Meisterwerk, was nur jemand schreiben kann, der es genauso selbst erlebt habt. Respekt und Anerkennung für Douglas Stuart.

Einen Punkt muss ich leider für die schlechte Umgangssprache abziehen. Ich fand die Lautschrift anstrengend zu lesen und man hätte das Milieu auch in korrekter Rechtschreibung einordnen können.

Unbedingte Empfehlung für alle, deren Bücher auch mal grau und schwer sein dürfen.

⭐️⭐️⭐️⭐️

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