Himmlisch (Bornholm, Dueodde)

Theklas Netz mit einem Durchmesser von 30cm ist das erste, was ich heute morgen sehe. Zwischen Rückspiegel und Beifahrersitz, auf dem ich gestern Abend noch gesessen habe. Da war jemand sehr fleißig. Ja, willkommen im September-Camping. Gefunden hab ich sie nicht, mal gucken, ob morgen früh wieder eins da ist. Aber wie heißt es so schön? Spinne am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

Es geht aufs Rad ins nächste Dorf Snogebæk.

Ich bin zu früh, es ist alles noch geschlossen. Nächste Stadt ist Nexø.

Und hier bekomme ich vermutlich einen Vorgeschmack auf das, was mich auf Bornholm erwartet. Ich bin kein Star, aber holt mich hier raus! Ein Laden geiler als der andere. Egal ob Klamotte oder Interieur. Alles ist hygge, alles ist schick und alles zu erschwinglichen Preisen. Ich dreh durch.

Mein Reiseführer schickt mich in eine Flohmarkthalle, also diese Regalvermietungsgeschichten kennen wir, aber hier gibt es eine XXL-Version. Klunserkongen. 600 qm. Mit vollbeladenem Fahrrad geht es dann in die kleinste, aber angesagteste Räucherei, um meinen ersten Bornholmer zu essen.

Bornholmer: So serviert in Gamle Røgerie

Geräucherter Hering, noch warm, auf unglaublich leckerem frisch gebackenen Schwarzbrot begraben unter einer Lore Zwiebeln und Schnittlauch. Das ganze isst man mit frischem Eigelb. Dazu gibt es eine Fischfrikadelle mit Remoulade. Hering hat mir schon immer zu viele Gräten, aber das Ding ist der Hammer. Das ganze gibt es für 110 Kronen, das sind 15 Euro.

Der Leuchtturm in Dueodde steht auf meinem Abendprogramm, der bei traumhaftem Sonnenuntergang zur absoluten Nebensache wird.

Was für ein toller Tag! Jetzt aber im Laufschritt durch den Sand ins Körbchen… Ich hab die Taschenlampe vergessen!

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