Geräusche (Reisetag über Frankfurt nach Malta)

Jeder hat Geräusche, die er gerne mag und die er weniger mag. Es gibt auch Geräusche, die man gar nicht mag. Dazu gehört bei mir wenn man beim Gehen die Füße nicht hebt, also „schlurft“ und Nase hochziehen. Mein Reisetag beginnt mit 4 Uhr Aufstehen und einem Flug von Hannover nach Frankfurt. Neben mir ein Mann, der immer seine Nase hochzieht.

In Frankfurt angekommen suche ich ein ruhiges Plätzchen, um meine mehr als 4 Stunden Wartezeit zu überbrücken und finde sehr bequeme Sessel.

Dann kommt ein Mann, nimmt den Platz neben mir und ihr ahnt es schon… Zieht die Nase hoch. Nach dem dritten Mal biete ich ihm ein Taschentuch an. Er so: „Brauche ich nicht, vielen Dank.“ Tja, was willst du da machen? Kommen wir zurück zur Jahresphilosphie „Dann ist das so.“

Wir landen mit einer dreiviertel Stunde Verspätung auf Malta und als sich die Gruppe am Wikingerschild sammelt, frage ich mich bereits, wer mein Zimmergenosse sein könnte. Für die Neueinsteiger: Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben ein halbes Doppelzimmer gebucht. Nicht, um Geld zu sparen, sondern weil diese Reise nur noch so buchbar war.

Beim Check-In bekomme ich Uschi zugeteilt. Erster Eindruck: Das passt. Wir gehen aufs Zimmer, finden aber keine Twinbetten, sondern nur eins. Reklamation an der Rezeption… Sie haben kein anderes. Puh… Ich würde sagen, erstmal ein Bier und was essen, bevor ich ausraste. Es ist inzwischen viertel vor Acht. Jeder, der mich kennt, weiß, was das heißt.

Der Service im Restaurant ist total überfordert, hol ich mir mein Bier eben an der Poolbar, bevor ich eskaliere. Die Aussicht ist… wow!

Aber weder Nahrungsaufnahme noch Kaltgetrtänk ändern etwas an der Bettsituation. Ich bin froh, dass ich Uschi leiden mag und dass sie ruhig bleibt. Sie mag an mir, dass ich so gut Englisch spreche und mich um alles kümmere. Da fällt mir ein… Hatte ich nicht eine Pauschalreise gebucht, um mich einmal nicht um irgendwas kümmern zu müssen? Die Reiseleiterin und ich haben offensichtlich unterschiedliche Auffassungen, was zu ihrem Aufgabenbereich gehört. Meine erste Freundin hab ich schon.

Für morgen verspricht mir die Rezeptionistin ein neues Zimmer. Eine zweite Decke hat man uns auf meine Bitte aufs Zimmer gebracht…

Der Ablageort ist noch ausbaufähig, würde ich sagen. Wir wollen schlafen, können uns aber nicht richtig entscheiden, welches Geräusch uns am meisten davon abhält. Das Restaurant unter uns, die im Viertelstundentakt läutende Kirche, die Flugzeuge oder die Motorräder. Wahrscheinlich ein Mix aus allem. Garniert mit 25 Grad Nachttemperatur und dem Umstand, dass sich zwei völlig fremde Menschen nun eine Matratze teilen.

Dieser Urlaub verspricht sehr lustig zu werden. Für euch jedenfalls. Na dann, gute Nacht.

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