Umwege (Gran Canaria, Puerto Rico, Puerto de Mogán)

Weil der erste Ausflug mit Stephan so schön war, machen wir heute direkt noch einen. Er hat einen Leihwagen, also fahren wir im Cabrio auf die Westseite der Insel. Mit Umweg über die Küstenstraße. So der Plan.

Wir sehen einen großen Jachthafen und machen den ersten Stopp: Puerto Rico.

Natürlich schmunzelt man kurz – der Name klingt nach Karibik, nach Leichtigkeit. Dieses Schmunzeln bleibt einem aber ziemlich schnell im Halse stecken. Alptraum. Menschen liegen auf Beton, weil sie nicht mehr auf den Strand passen.

Also schnell weiter. Auf dem Weg zu unserem eigentlichen Ziel stehen wir plötzlich wieder vor einem „Straße gesperrt“-Schild. Therese hat hier echt Flurschaden hinterlassen. Stephan bleibt entspannt: „Macht nichts, wir fahren über die Autobahn. Ist eh die meiste Zeit Tunnel.“ Ich schlucke, Schweißausbruch. „Äh… wie lang sind die denn so?“ „Nur kurz.“ Und dann sehe ich das erste Schild. Kurz ist anders.

Klappt aber alles gut und dann landen wir doch in Puerto de Mogán. Megaschön.

ChatGPT hat uns den besten Sundown-Spot verraten. Also sitzen wir da, mit Kaltgetränk aus dem Supermarktkühlschrank in der Hand und schauen zu, wie die Sonne im Meer versinkt.

Das Besondere an diesem Spot ist aber gar nicht der Sonnenuntergang, sondern etwas, das man nicht planen kann: Mit Glück sieht man von hier aus den Teide auf Teneriffa. Und wir haben dieses Glück. Im Bild kaum einzufangen – aber in echt: gigantisch.

Vielleicht braucht es genau diese Umwege und das nötige Quäntchen Glück, um wirklich anzukommen. Und ganz wichtig: Nicht immer nur ins Rampenlicht gucken.

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