Untertitel „Wenn das Leben innehält“. Wurde gelobt und ich fühlte mich angesprochen, denn auch ich halte jedes Jahr eine Art Winterschlaf. Zwar nicht mit geschlossenen Augen, dafür mit tiefen Sinnfragen.

Also, hier haben wir die Autorin selbst, die einen ihrer Winter beschreibt. Und selbstverständlich ist er auch für sie eine Metapher. Es geht sehr sensibel, ehrlich, mutig und gefühlvoll los. Mit Sätzen wie
„Winter ist auch das Annehmen von Traurigkeit“ und der Erkenntnis „Man wird ein Stückchen weiser.“

Dann folgen allerdings Abhandlungen über Nordlichter, Wölfe, Eisbaden und Bienen. Hä? Hier verarbeitet jemand seine Geschichte, ohne sie für den Leser interessant oder plausibel zu machen. Entschuldige bitte, Katherine, falls ich dir damit zu nahe trete.
Ihr Fazit: „Wir brauchen Menschen, die anerkennen, dass wir nicht immer durchhalten können.“ Mein Fazit: Das gilt auch für dieses Buch.
⭐️⭐️
